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Grüne Gentechnik, verpasste Chance

Jede neue Technik birgt Risiken – die der grünen Gentechnik werden unausgewogen gewichtet. Das Original dieses Artikels ist als Gastkommentar in der NZZ erschienen.

Aus den Kommentaren der NZZ:

«Jede neue Technik birgt Risiken – die der grünen Gentechnik werden unausgewogen gewichtet. Man fordert Langzeitstudien, um die gesundheitlichen Auswirkungen eines allfälligen Konsums von GV-Pflanzen zu erahnen. Über die Langzeitwirkung des Verzehrs von gerade im Trend liegenden Nahrungsmitteln wie Chia-Samen und Quinoa, die in unseren Breitengraden erst seit wenigen Jahren anzutreffen sind, scheint sich niemand Sorgen zu machen. Die gesetzlichen Regelungen sind absurd: Wir verbieten gezielte gentechnische Eingriffe, lassen aber «natürliche» Mutationen mittels Radioaktivität und chemischer Stoffe als Züchtungsmethode zu. Wir achten genau darauf, dass keine GV-Pflanzen auf unseren Äckern landen – wollen also auf alle Fälle den Konsum von GVO vermeiden; gleichzeitig werden in der Lebensmittelherstellung Zusätze (beispielsweise Vitamine) verwendet, die mit gentechnischen Methoden hergestellt wurden. Dazu kommt, dass das Moratorium die Monopolisierung des Saatgutes nicht verhindert, sondern verstärkt – dies aufgrund der kostspieligen Sicherheitstests und Registrierungsverfahren für GV-Pflanzen.»

Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen.

Autor*innen

Sandro Christensen

Autor*in

Standortleiter Bern

Sandro Christensen ist Regioleiter von reatch in Bern, koordiniert das Projekt „Lebensmittel, Landwirtschaft & grüne Gentechnik“ und ist stv. Projektleiter des EbM-Projektes. Er studiert Humanmedizin und Biomedical Sciences (MD-PhD Track I) an der Universität Bern.

Der vorliegende Beitrag gibt die persönliche Meinung der Autor*innen wieder und entspricht nicht zwingend derjenigen von Reatch oder seiner Mitglieder.

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